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Alle US-Flugzeugträger zu Hause, ausser einer

Dienstag, 2. Januar 2018 , von Freeman um 12:00

Um den Unterschied zwischen Kriegsrhetorik und was tatsächlich auf dem Schachbrett oder Schlachtfeld passiert erkennen zu können, schaue ich mir regelmässig an, wo sich die amerikanischen Flugzeugträger gerade befinden. Für mich ist das ein Indikator, ob Washington einen Krieg vom Zaun brechen will, wenn eine amerikanische Armada irgendwo sich versammelt.

Die gute Nachricht lautet, alle Flugzeugträger befinden sich in ihren Heimathäfen, bis auf einen. Sieht deshalb aus, wie wenn kein Krieg bevorsteht, ausser er findet ohne US Navy und nur mit der US Air Force statt. Könnte auch ein Finte sein, um den Feind in Sicherheit zu wiegen.

Ist aber eher unwahrscheinlich, weil die Geschichte zeigt, Washington führt immer mit allen Waffengattungen einen Angriff. Es müssen ja auch die Piloten die vom "Feind" abgeschossen und ins Meer stürzen rausgefischt werden.


Das Foto zeigt die John C. Stennis Strike Group, ein Angriffsverband bestehend aus 13 Kriegsschiffen, ein U-Boot und bis zu 85 Flugzeuge.

An Bord sind 3200 Schiffsbesatzung + 2480 Flugzeugpersonal.

Mission dieser Waffe:

"Wir schützen die amerikanischen Interessen auf den Gewässern der Welt"

und

"Von anhaltenden Luftoperationen bis zu maritimen Interventionen projizieren wir amerikanische Macht."

Da ist ja die US Navy mal ehrlich, wie ihre Aufgabe lautet, die Macht Washingtons auszuweiten und weltweit zu sichern.

Wird aber aktuell nicht so praktiziert. Warum? Kein Geld?

Einer dieser schwimmenden "Särge" kostet neu 14 Milliarden Dollar und eine halbe Milliarde pro Jahr zu unterhalten.

Eine grosse Wartung mit Erneuerung und Wechsel des nuklearen "Treibstoffs" kostet 5 Milliarden.

Am besten wäre sowieso, wenn Washington das Geld für die Kriegsmaschine endlich ausgeht, das Militärpersonal nicht mehr bezahlt werden kann und die Waffen unbrauchbar werden.

So wie es dem Römischen Imperium vor 1600 Jahren erging und zum Zusammenbruch führte.

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Hier die Liste der Flugzeugträger, wo sie sind und seit wann:

Nimitz, Bremerton, 10.12.17

Eisenhower, Norfolk, 05.08.17 für sechsmonatige Wartung

Vinson, San Diego, 18.11.17

Roosevelt, bis zum 2.1.18 im Persischen Golf

Lincoln, Norfolk, 14.12.17

Washington, Newport News, 4.8.17 für einen vierjährigen Brennelementewechsel

Stennis, Bremerton, 16.11.17

Truman, Norfolk, 16.12.17

Reagan, Yokosuka, 4.12.17

Bush, Norfolk, 17.12.17

Ford, Norfolk, 17.12.17

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Von den 11 amerikanischen Flugzeugträgern befindet sich nur einer, die Roosevelt, im Einsatz. Alle anderen sind in ihren Heimathäfen oder in einer Werft.

Sie beendet aber ihre Mission, die am 30. November begann, um die ISIS aus der Luft zu bekämpfen (offiziell) ... oder eher zu schützen!

Aber da der Krieg in Syrien Dank der Russen ja angeblich fast beendet sein soll, geht's womöglich nach Hause.

Hier der letzte Tweet von heute, 2. Januar 2018 von der Roosevelt:



Mal schauen wo die Kriegsmaschinen nach den Feiertagen hinbefohlen werden.

insgesamt 8 Kommentare:

  1. Ich dachte die schiffe stehen alle vor Nordkorea

  1. Kaykay sagt:

    War das nicht auch vor ein paar Monaten schon der Fall, das sogar alle Träger in den Heimathäfen stationiert waren?

    Ich glaube sie haben darüber berichtet. Wenn ich mich recht erinnere war das damals ein Spektakel das seit Jahrzehnten nicht mehr statt gefunden hat.

    Aber im Endeffekt ist “nichts“ passiert oder?

  1. ASR und 'vvv' - Leser sagt:

    Im neuen Jahrbuch der ''vvv''-Reihe (vertuscht, verheimlicht, vergessen von Gerhard Wisnewski) schreibt dieser in einem Kapitel, bwzogen auf den August des Vorjahres, ob die US-Nevy nicht doch nur ein 'Papiertiger' ist.
    Offenbar krachte ein US-Kriegsschiff mit einem Tanker zusammen.

    Aber daß eine russische Sukhoi ein US-Kriegsschiff im Schwarzen Meer lahmgelegt hatte, ohne daß es zu einem Schußwechsel kam, hat mich sehr beeindruckt und freut einen.
    Tja, eine große Klappe haben und sich vor Rußland in die Hose machen...

  1. Anonym sagt:

    Danke für das Update. Für die nächsten paar Wochen ist dann wohl nicht mit viel Explosionen zu rechnen. Bei 30 Knoten (ca. 55km/h) kommen die Träger in Monatsfrist alle Meere erreichen, auch wenn Kontinente wie Afrika umfahren werden müssen.

  1. Da sieht man sehr schön wie verhältnismäßig klein so ein Verband ist. Für einen Gegner wie Russland wäre es "ein Leichtes", diesen Verband mit einer Salve Raketen oder Marschflugkörpern oder Torpedos auszulöschen. Die Machtdemonstrationen verfangen eben nur bei von vornherein unterlegenen Gegnern. Bei ebenbürtigen Gegnern geht es immer um die gefürchtete Respons. Da kann eben so ein Verband nichts ausrichten. Auch für die Einschüchterung ihrer "Freunde", die Militärbasen zu erlauben und weiterhin zu garantieren, sind diese Aufmärsche natürlich in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen.

  1. ER@ sagt:

    Jeses,da sieht man wie der Schweiss des Volkes in Milliardenhöhe übers Meer gleitet.Nebenbei zirka 50 Millionen Bürger des Landes sich auch noch mit Lebensmittelmarken begnügen müssen weils vorne und hinten nicht reicht.Grosse stolze Nation.Nicht wahr?

  1. navy sagt:

    Die sind praktisch alle marode. identisch der Bundeswehr Murks mit den Fregatten, Hubschraubern, Eurofighter (fliegen wohl nur noch 6 Stück, U-Boote - keinen fährt, Transporter, keiner fliegt usw..

  1. Anonym sagt:

    dass die alle zuhause sind, mag ja dem money geschuldet sein..beruhigend wirkt das auf mich aber nicht, denn die nächsten kriege werden nuklear geführt werden mit fernraketen..entweder in asien oder nahost..da die teueren geräte zuhause schlummern kann also auch ein zeichen sein, dass man sie aus der schusslinie nimmt ?