Was geschah wirklich am 11. September?

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Ist die Finanzkrise gewollt?

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Was passiert tatsächlich mit dem Klima?

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Stuttgart 21, der Staat gegen seine Bürger!

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Nachrichten

Obama laufen die eigenen Leute davon

von Freeman am Dienstag, 21. Oktober 2014 , unter , , | Kommentare (5)



Am 4. November finden die sogenannten Halbzeitwahlen (Midterm elections) in den Vereinigten Staaten statt, in der Mitte der vierjährigen Amtszeit des Präsidenten. Dabei werden ein Drittel der Senatoren und das gesamte Repräsentantenhaus neu bestimmt, sowie ein Teil der Gouverneure gewählt. Auch die Parlamente der meisten Bundesstaaten werden neue besetzt. Es ist ein wichtiger Termin und Barometer, denn es zeigt die Stimmung im Land und was die Bevölkerung von der Arbeit des Präsidenten denkt. Laut neuesten Umfragen ist die Zustimmungsrate (approval rating) die niedrigste in seiner Amtszeit. Laut einer ABC News/Washington Post Umfrage die am vergangenen Mittwoch veröffentlicht wurde stimmen nur noch 40 Prozent der Amerikaner der Arbeitsleistung von Obama zu. Die Stimmung ist so mies, die meisten Kandidaten der Demokraten wollen nicht, dass Obama ihnen beim Wahlkampf hilft und in ihren Bundesstaat kommt, weil sie eher eine Schädigung des Images befürchten.


Am Sonntag absolvierte Obama einer dieser selten gewordenen Auftritte in Maryland wo er vor Unterstützern des Kandidaten der Demokraten für das Amt des Gouverneur, Anthony Brown, sprach. Er leierte seine übliche Liste an fabrizierten Wirtschaftsdaten herunter, welche Fortschritte doch seine Amtszeit für die Bevölkerung gebracht hätte. Dabei ist die Situation in den USA ganz schlecht, mit 46,6 Millionen Amerikaner die von Essensmarken (Foodstamps) leben und 93 Millionen die nicht im Arbeitsprozess sind, ein Häusermarkt der tot ist und eine Wirtschaft die gerade zusammenbricht. Von der gigantischen Staatsverschuldung gar nicht zu sprechen. Mitten in seiner Rede standen viele der Zuhörer von ihren Sitzen auf und haben das Auditorium verlassen. Offensichtlich konnten sie den Bullshit den er verzapfte nicht mehr anhören. Dabei sind es Mitglieder der eigenen Partei!!!

Obama der Paria-Präsident (Ausgestossener bzw. Aussenseiter):



Sogar seine ehemaligen Fans haben den leeren Spruch "Hope and Change" durchschaut und merken endlich, Obama ist genau so schlimm wie der Vorgänger Bush oder noch schlimmer, in dem er nur die Interessen der Finanzhaie an der Wall Street und der Rüstungsindustrie verfolgt. Was hat Obama alles versprochen? Nach sechs Jahren ist das Foltergefängnis von Guantanamo immer noch in Betrieb, die NSA spioniert die ganze Welt aus, seine Killerdrohnen fliegen über diverse Länder und ermorden wahllos Zivilisten, er hat einen neuen Bombenkrieg gegen den Irak und Syrien befohlen, die Regierungsumstürze wie in der Ukraine gehen weiter und der neu entfachte Kalte Krieg mit Sanktionen und Provokationen gegen Russland hat er auch zu verantworten. Der Friedensnobelpreisträger hat die Menschheit sehr nahe an einen Weltkrieg gebracht und die Weltwirtschaft ist auch am abserbeln. Tolle Leistung für den "Friedensengel".

Um die Peinlichkeiten noch zu bestätigen, im September hat Obama am Rande der UN-Vollversammlung mit seiner Frau Michelle das schicke New Yorker Restaurant Estela besucht. Als er die Rechnung mit seiner Kreditkarte begleichen wollte wurde diese ablehnt weil gesperrt. Die "First Lady" sei dann eingesprungen und hatte das Abendessen mit ihrer Kreditkarte beglichen. Man stelle sich vor, der Präsident der Vereinigten Staaten ist nicht kreditwürdig und kann nicht zahlen. Sympthomatisch für den Zustand des ganzen Landes!

Was ist eigentlich aus den deutschen Obama-Fans geworden? Ich kann mich erinnern, im Juli 2008 kamen sagenhafte 215'000 kreischende und jubelnde Deutsche in Berlin an die Siegessäule, um die Rede vom damaligen Präsidentschaftsbewerber Barack Obama zu hören, fünf Millionen Menschen sahen am Fernseher zu. Ich habe damals über diese hysterische Euphorie nur den Kopf geschüttelt und dachte, wie völlig verblödet muss man sein um das zu tun? Einen Nobody aus Amerika anzuhimmeln der keinen Leistungsausweis hat und den man nicht mal wählen kann!

Folgendes habe ich schon über Obama 2008 geschrieben, als er noch gar nicht im Amt war: Die hypnotisierten Obama-Fans werden plötzlich realisieren, dass ihr Stern der Hoffnung nicht weiter als eine schnell verglühende Sternschnuppe war, ein menschlicher Marketingtrick, ein Verkäufer für das nächste tolle Produkt mit neuer Verpackung und alten Inhalt. „Yes we can“ oder „Ja wir können“, sind nur die ersten drei Wörter des längeren Satzes: „Ja wir können weiter arbeiten, konsumieren, Steuern bezahlen, das Maul halten und gehorchen.“

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Lufthansa soll Muslime als Streikbrecher einstellen

von Freeman am Montag, 20. Oktober 2014 , unter , , | Kommentare (7)



Die ganze Aufregung über den Pilotenstreik bei der Lufthansa verstehe ich überhaupt nicht. Die Lufthansa-Piloten streiken heute und morgen erneut und ganz Deutschland lässt sich durch die Pilotengewerkschaft Cockpit erpressen. Viele Kunden der Lufthansa können den neuen Streik nicht nachvollziehen, denn Lufthansa-Piloten zählen mit bis zu 225'000 Euro Jahresgehalt zu den bestbezahlten Piloten weltweit. Es gibt doch eine einfache Lösung wie man diese völlig überbezahlten besseren Busfahrer loswerden und ersetzen kann. Haben uns nicht die US-Regierung und auch alle grossen Medien seit über 13 Jahren erzählt, wie einfach es ist eine grosse Passagiermaschine zu steuern? Jeder kann sich in den Cockpit setzen und fliegen, die Ereignisse vom 11. September 2001 und die Flugkünste die dort abgelaufen sein sollen zeigen das. Die Lufthansa muss doch nur seine Personalanwerber vor eine Moschee schicken, dort verärgerte Muslime anheuern, ihnen ein Flughandbuch auf Arabisch in die Hand drücken und schon ist das Streikproblem gelöst. Mit diesen Streikbrechern kann man die arroganten, gierigen und faulen Piloten sofort ersetzen.


Für mich ist es sowieso ein Rätsel, für was es eine teuere und langwierige Pilotenausbildung noch gibt? 9/11 zeigt doch, völlige Amateure ohne Flugerfahrung können Linienmaschinen perfekt steuern und ins Ziel bringen. Ist noch einfacher als Autofahren. Laut offiziellen 9/11 Report war Hani Handschur der beste "Pilot" von den 19 Terroristen die vier Maschinen entführt und übernommen haben. Dabei wurde Hani von mehreren Fluglehrern drei Wochen vor 9/11 die Beherrschung eines Kleinflugzeugs abgesprochen und das Mieten einer Cessana verweigert. Kaum im Cockpit einer Boeing 757 war er aber so gut, er hat die Maschine nicht nur über 700 Kilometer nach Washington navigieren können, sondern er hat auch noch in einem spektakulären Flugmanöver eine 270 Grad Abwertspirale geflogen, ist 1 Meter über den Boden mit über 700 Kilometer pro Stunde auf das Pentagon zugerast und hat das nur 20 Meter hohe Gebäude perfekt getroffen. Ich sag ja, wenn ein Laie das kann, warum sich noch von Lufthansa-Piloten die streiken erpressen lassen?

Also Leute, wer keinen Job hat soll sich bei der Lufthansa als Pilot bewerben. Bezieht euch auf die offizielle Erklärung von 9/11 die behauptet, Laien ohne Flugausbildung können Linienmaschinen perfekt fliegen. Sagt denen, ihr könnt auch eine Boeing steuern wenn man euch ein Handbuch gibt. Dann kann die Lufthansa die überteuerten und arbeitsunwilligen Piloten rausschmeissen und der Betrieb geht weiter. Die lange Flugausbildung können sie sich auch sparen. Am talentiertesten für den Beruf eines Piloten scheinen Muslime zu sein. Solche Fliegerasse die von 4 Zielen 3 perfekt getroffen haben gibt’s ja selten. Und Abbruchspezialisten sind sie auch noch, pulverisieren zwei Wolkenkratzer zu Staub. Ja können sogar einen dritten Wolkenkratzer perfekt in sich zusammenfallen lassen, ohne diesen mit einem Flugzeug zu treffen. Verstehe gar nicht warum diese billige Abrissmethode noch nicht allgemeine Anwendung findet.

Wer meint, mein Lösungsvorschlag und Aufforderung ist völlig absurd, hat recht. Genau so absurd wie die offizielle Erklärung was am 11. September für "Wunder" passiert sein sollen. Die absurdeste Verschwörungstheorie von allen ist die offizielle Theorie.

BND-Chef - Putin hat mit MH17-Abschuss nichts zu tun

von Freeman am Sonntag, 19. Oktober 2014 , unter , , | Kommentare (14)



Wer sich über die Überschrift wundert, Erklärung steht am Ende des Artikels. Aber lasst mich zunächst über den BND herziehen, dessen Abkürzung für den Bundes-Nichtswisser-Dienst oder Bund nichtswissender Deppen steht. Dieser sehr teuere und gleichzeitig sehr gefährliche Verein von möchtegern James Bonds sollte aufgelöst werden, denn er schadet mehr als er bringt. So war zum Beispiel der BND dafür verantwortlich, dass der illegale Krieg gegen den Irak 2003 überhaupt stattfand. Die Pullacher haben dem Bush-Regime die Aussage eines notorischen Lügners aus dem Irak 2002 als Beweis für Saddams Chemiewaffen geliefert. Diesen "Zeugen" mit Decknamen "Curveball", von dem alles was er sagte erstunken und erlogen war, hat der BND bis 2007 mit einer Wohnung und Geld gesponsort, plus einen deutschen Pass gegeben. Der seit bald zwei Jahren tätige BND-Chef Gerhard Schindler ist auch völlig inkompetent, ein Märchenerzähler und obendrein ein Landesverräter, steckt er doch so tief im Arsch der CIA und NSA, er hat seinen ständigen Wohnsitz dort und ist aktiv an der rechtswidrigen Bespitzlung der Bundesbürger beteiligt. Die neueste Lüge die Schindler rausgelassen hat: In einem Vortrag vor den Mitgliedern des Parlamentarischen Kontrollgremiums präsentierte er am 8. Oktober "umfangreiche Belege" die zeigen sollen, die prorussischen Separatisten hätten Flug MH17 abgeschossen.


Diese Meldung ist im Schmiergel erschienen und damit ist auch noch bewiesen, dieses Schmierblatt ist das "offizielle" Propagandaorgan des BND. Das wissen wir schon lange, aber es ist immer wieder gut es durch solche "exklusive" Meldungen wie diese direkt aus dem Munde des Sprachrohrs bestätigt zu bekommen. Als Schindler das Amt des BND-Chef übernahm sagte er, er wolle die "operativen Fähigkeiten" der deutschen Auslandsspionage verbessern. Dabei müssten "gut kalkulierte Risiken häufiger" eingegangen werden. "Auch hier gilt - No risk, no fun." Was er mit Risiko und Spass versteht sieht man jetzt. Der BND lehnt sich weit aus dem Fenster und behauptet, die prorussische Separatisten hätten ein russisches Buk-Luftabwehrraketensystem von einem ukrainischen Stützpunkt erbeutet und feuerten damit am 17. Juli eine Rakete ab, die direkt neben der malaysischen Maschine explodierte. Beweise für diese Behauptung liefert Schindler jedoch nicht. "Very funny!"

Alles was der BND rauslässt ist gelogen und kann man als Desinformation einstufen. Wenn es wirklich klare Beweise für die Separatisten-Täterschaft gäbe, wären diese längst durch die Niederländer und die USA veröffentlicht worden. Auch der durch den Maidan-Putsch an die Macht gelangte ukrainische Machthaber Poroschenko hätte es als Triumphmeldung hinausposaunt. Interessant ist, zu welchem "eindeutigen Ergebnis" der BND noch kam: Ukrainische Aufnahmen seien gefälscht, sagte Schindler, das lasse sich anhand von Details erkennen. Wieso muss das Putsch-Regime Aufnahmen fälschen, wenn sie mit dem Abschuss nichts zu tun haben? So etwas macht man nur wenn man jemand anders die Tat in die Schuhe schieben will. Schindler widerspricht sich damit selber. Er sagt nämlich: Kiew war es nicht, aber sie haben ihre Beweismittel gefälscht. Was kann man dem BND schon glauben, dessen Mitarbeiter interne "Geheimnisse" an die amerikanischen "Freunde" verkaufen?

Begründen tut Schindler seine Anschuldigung durch angebliche umfangreiche Belege, darunter eine Auswertung von Satellitenaufnahmen und verschiedenen Fotos. Also nicht durch die Daten der Blackboxen oder den Funkverkehr, was bis heute nicht veröffentlicht wird. Diese Bilder kennen wir, wurden auf Twitter und Google reichlich gezeigt. Wow, das sind ja sehr glaubwürdig und seriöse Quellen. Diese Informationen stammen aus zweiter und dritter Hand, nämlich aus dem Internet. Was für ein Amateurverein der damit seine Analyse begründet. Die Glaubwürdigkeit dieses Geheimdienstes liegt unter Null! Wie will Schindler zum Beispiel die Ein- und Ausschusslöcher in den Aufnahmen vom Cockpit erklären, mit seiner Behauptung, eine Rakete explodierte direkt neben der Maschine? Ist doch durch eine einzige Buk-Rakete physikalisch unmöglich!

Der Schindler war übrigens genau der Typ der dem gleichen Gremium 2012 mitteilte, dass Assad nur wenige Wochen Zeit habe, bis er gestürzt werde. Seine Tage wären gezählt. So wie es aussieht wird Assad aber länger im Amt bleiben als der BND-Chef. Denn er hat auch 2012 gesagt, nach Analyse seines Nachrichtendienstes wird der Widerstand gegen Assad nicht von Islamisten dominiert. "Sie sind in der Minderheit". Ach ja? Minderheit? Was sind dann die Kämpfer der IS, der Islamische Staat, die sich im ganz Nordsyrien und Nordirak breit gemacht haben, vor denen alle in Panik flüchten und gegen die Amerika einen Bombenkrieg jetzt führt? Doch die Mehrheit der "Opposition" gegen Assad. Was für eine Fehlanalyse und dieser Typ ist nach so einem peinlichen Fehler noch im Amt? Der hat doch null Ahnung!

Aber einen Moment mal, ich habe den Wortlaut Schindler Aussage noch mal genau gelesen und interpretiert. Wenn Schindler behauptet, die Separatisten hätten das Buk-System gekapert, dann ist die vom ersten Tag an behauptete russische Mitwirkung am Absturz damit vom Tisch, denn das Raketensystem stammt von der urkainischen Armee und ist erbeutet worden. Will uns Schindler irgendwie sagen, Moskau und Putin haben damit nichts zu tun? Dabei werden die Sanktionen mit einer angeblichen russischen Beteiligung am Abschuss begründet. Dann muss eine sofortige Aufhebung der Sanktion von deutscher Seite her. Dann muss auch die Verteufelung Putins durch die deutschen Medien sofort aufhören und eine Entschuldigung speziell vom Schmiergel "Wer stoppt Putin" ist fällig, denn der BND-Chef hat ja indirekt gesagt, Putin hat mit dem Absturz von MH17 nichts zu tun.

Was lernen wir daraus? Man kann die Überschrift so oder so formulieren, je nach dem was man aus der Aussage von Schindler nimmt. Der Schmiergel titelt seinen Artikel mit den Worten: "BND macht Separatisten für MH17-Absturz verantwortlich" und ich sehe aber die eigentliche wichtige Aussage von Schindler anders und schreibe: "BND-Chef - Putin hat mit MH17-Abschuss nichts zu tun". Was mein ihr ist richtiger und wichtiger?

UPDATE - Der Anführer der Separatisten, Andrej Purgin, hat am Sonntag in Donezk die Behauptung des BND zurückgewiesen, Schuld am Absturz von Flug MH17 zu sein. Purgin meint, unter seinen Kämpfern gebe es keine auf dieses komplizierte Luftawehrsystem ausgebildete Experten. Die Bedienung eines solchen Systems sei höchst kompliziert. Purgin meint, die Anschuldigungen seien die Folgen einer allgemeinen "Hysterie" gegen die Menschen die nicht von den Faschisten in Kiew regiert werden wollen. Er gab der Führung in Kiew die Schuld am Absturz.

Protest gegen Poroschenko in Mailand

von Freeman am Samstag, 18. Oktober 2014 , unter , | Kommentare (6)



Als Ergänzung zu meinem vorhergehenden Bericht über das ASEM-Treffen in Mailand (Asia-Europe Meeting), hier die Bilder über die Demonstration vor dem Tagungsort. Am Donnerstagabend als die 30 Staatschefs der EU und Asien sich im Zentrum von Mailand trafen, an der auch über die Krise in der Ukraine gesprochen wurde, fand eine Demonstration gegen den durch einen Putsch an die Macht gelangten illegalen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko statt. Etwas 50 Demonstranten forderten auf Transparenten ihn auf, mit dem "Mord an den Brüdern in Donbass aufzuhören". Der Tagungsort war durch schwerbewaffnete Polizei und mit Barrikaden abgeriegelt.









Danke an den aufmerksamen ASR-Leser Rudi P. für die Fotos.

Am Rande des Treffens hatten sich Präsident Putin und Poroschenko getroffen. Es wurde die zukünftige Gaslieferung besprochen. Angeblich soll man sich zumindest für die Winterzeit über die Bedingungen geeinigt haben und Putin hat weitere Rabatte angeboten. Der russische Präsident bestand aber bei künftigen Lieferungen weiterhin auf Vorkasse. "Wir werden nichts mehr auf Pump liefern", sagte er. Er rief die EU-Kommission auf, die Ukraine finanziell zu unterstützen, damit das bankrotte Land seine Gasrechnungen bei Russland begleichen könne. Auch Poroschenko zufolge müsse nun vor allem die Frage geklärt werden, wie sein Land für die Lieferungen bezahlen kann. Was den Bürgerkrieg in der Ostukreine betrifft gab es auf dem Gipfel hingegen kaum Fortschritte.

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Im Gegensatz zu Mailand ging es in Bologna am Samstag ziemlich wild her bei einer Demonstration. 500 Menschen protestierten gegen einen Vortrag vom Chef der italinischen Zentralbank Ignazio Visco und gegen die 'Forza Nuova', eine rechte Partei von Roberto Fiore. Es kam zu Explosionen und den Einsatz von Tränengas.



Gesprächsprotokoll zwischen Putin und Merkel

von Freeman am Freitag, 17. Oktober 2014 , unter , , | Kommentare (10)



Der russische Präsident Wladimir Putin ist von Tausenden Serben begeistert empfangen worden und nahm an den Feierlichkeiten zur Befreiung Belgrads von der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg teil, die sich am Donnerstag zum 70. Mal jährte. Zufällig umrahmte ein wunderschöner Regenbogen die Militärparade wie aus dem Bilderbuch, was einige Belgrader dazu veranlasste zu sagen: "Ein Zeichen des Himmels für die slawisch-orthodoxen Brüder". Das Herz der meisten Serben schlägt für Russland. "Putin, Putin" rief die Menschenmasse. "Danke Putin" und "Wladimir, rette die Serben" stand auf Plakaten. Serbien ist wohl das einzige freie europäische Land, auf dessen Freundschaft Moskau zählen kann. Die anderen sind von Washington ja eh besetzt und deshalb kam es auch zum NATO-Krieg gegen Serbien Ende der 90-Jahren, den Ex-Kanzler Schröder mittlerweile als "völkerrechtswidrig" beschrieben hat. Aber Putin musste an diesem Tag weiter und er flog mit Verspätung von Belgrad direkt nach Mailand zum europäisch-asiatischem Gipfeltreffen (ASEM).


Wegen der ganzen militärischen Ehren mit denen Putin in Belgrad geehrt wurde und dem freundlichen Empfang durch die serbische Bevölkerung, dauerte sein Aufenthalt länger als geplant. Er kam deshalb in Mailand erst an, als das gemeinsamen Abendessen der mehr als 50 Staats- und Regierungschefs aus Europa und Asien bereits begonnen hatte. Fernsehkameras zeigten, wie der russische Präsident mitten in der Begrüssung durch den Präsidenten des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, in den Saal kam. Zum vereinbarten Merkel-Putin-Treffen kam es deshalb erst nach dem Abendessen. Die beiden Politiker trafen sich um 23:15 Uhr in Merkels Hotel in der Innenstadt von Mailand. Die Zusammenkunft endete erst knapp zweieinhalb Stunden später. Über den Verlauf des Gespräches gibt es keine Angaben, ausser, es gab erhebliche Meinungsverschiedenheiten über den Ursprung der innenpolitischen Krise in der Ukraine und die Ursachen für die aktuellen Ereignisse. Merkel und Putin hätten über die Kontrolle der Waffenruhe in der Ostukraine und die Gasversorgung gesprochen.


Aber hier das mögliche Gesprächsprotokoll wie es abgelaufen sein könnte. Wir müssen uns die Situation vorstellen; ein Raum mit einem Tisch, auf der einen Seite Präsident Putin mit seinen Beratern und ihm gegenüber Merkel mit ihren Einflüsterern. Da Putin perfekt Deutsch spricht, sind keine Dolmetscher notwendig:

Merkel: So, wie war’s heute in Belgrad? Ziemlicher Trubel, oder?

Putin: Ja, tut mir leid für die Verspätung, wegen dem überwältigenden Empfang dort wurde ich aufgehalten. Ich konnte nicht einfach weg, sondern musste viele Hände in der Menge schütteln. Ausserdem hat es während der Militärparade dann geregnet und wir alle wurden klatschnass. Ein Kleiderwechsel war notwendig bevor ich mit der Maschine nach Mailand flog. Sie hätten es sehen müssen wie begeistert die Menge war, die wollten mich gar nicht mehr weglassen.

Merkel: Na ja, eine deutsche Bundeskanzlerin bei der Siegesfeier zur Befreiung von der deutschen Besatzung wäre nicht gerade passend gewesen.

Putin: Das stimmt. Die Geschichte zwischen Deutschland und Serbien ist schon seit dem I. Weltkrieg über den II. Weltkrieg bis zum Balkankrieg mit schlimmen Ereignissen belastet. Deutschland hat immer wieder gegen Serbien Krieg geführt.

Merkel: Wir sind nicht hier, um über die deutsche Vergangenheit zu reden, sondern über die Krise in der Ukraine, über die Annektion der Krim, über die Kontrolle der Waffenruhe in der Ostukraine und über die Gasversorgung von Westeuropa.

Putin: Gerne, nur muss ich zunächst einiges richtigstellen. Russland ist nicht für die Krise in der Ukraine verantwortlich und die Krim haben wir nicht annektiert. Ausserdem, dass ausgerechnet Deutschland auch wieder mit der schlimmen Vergangenheit in der Ukraine hier mit dem Finger auf uns zeigt, ist schon sehr befremdend. Hat nicht die deutsche Wehrmacht die Ukraine überfallen und ist auf der Krim einmarschiert? Es war die Sowjetarmee welche die Ukraine von der deutschen Besatzung mit hohen Opfern befreit hat.

Merkel: Kommen wir zum Thema ...

Putin: Moment, statt Ankläger sollte Deutschland ganz ruhig sein und eher eine Vermittlerrolle spielen ...

Merkel: Deshalb sind wir ja zusammengekommen, ich habe den Auftrag zu vermitteln und Sie davon zu überzeugen, Ihren Einfluss bei den Separatisten geltend zu machen, bzw. aufhören sie militärisch zu unterstützen.

Putin: Das ist ja wieder eine falsche Unterstellung. Aber wenn wir gerade von Unterstützung reden, wer hat denn den Sturz der demokratisch gewählten Regierung von Wiktor Fedorowytsch Janukowytsch unterstützt? Ihr redet dauernd von Demokratie, dabei hat hauptsächlich Washington aber auch Ihre Regierung diesen illegalen Akt gebilligt, der gegen die ukrainische Verfassung verstösst. Ohne diesen Putsch wäre es gar nicht zur Krise in der Ukraine gekommen. Nicht wir haben die legitime Regierung in Kiew abgesetzt sondern Ihr im Westen!

Merkel: Das ist doch Vergangenheit und wir sollten über die aktuelle Situation reden.

Putin: Wenn Ihnen die Vergangenheit unangenehm ist, dann sollen wir sie in der Diskussion ignorieren. So einfach geht es aber nicht. Nicht wir sind für die schwerste Krise in Europa seit dem Kalten Krieg verantwortlich, sondern Ihr mit eurer NATO-Expansion nach Osten. Von Norwegen über das Baltikum, Osteuropa, Sükaukasus bis nach Afghanistan ist die NATO bzw. das US-Militär an unsere Grenze herangerückt. In der Ukraine auch. Die Sowjetarmee hat sich komplett aus Osteuropa zurückgezogen und ihr seid gegen alle Versprechen nachgerückt.

Merkel: Sie sehen das falsch. Das ist doch nicht gegen Russland gerichtet sondern dient nur der Sicherheit und Verteidigung von Europa.

Putin: Sehr witzig, dann mach ich auch einen Witz. Es tut uns Leid, wenn Russland mitten zwischen euren Militärbasen plötzlich aufgetaucht ist. Nicht die NATO ist nach Osten gerückt, sondern Russland hat sich nach Westen zu euren Basen bewegt.

Merkel: Aber die Krim habt ihr annektiert und einverleibt. Deswegen auch die Sanktionen als Strafe.

Putin: Liebe Frau Merkel, ich habe keine Lust ihnen ständig Geschichtsunterricht zu geben und das Recht auf Selbstbestimmung zu erklären. Ein Jahr nach dem sie in Hamburg geboren wurden fand im Saarland eine Volksbefragung 1955 statt und daraus resultierte der Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland. Das selbe geschah auf der Krim. Über 90 Prozent der Bevölkerung entschied sich für einen Beitritt zur Russischen Förderation. Diese Umsetzung des Volkswillen ist keine Annektion, genau wie das Saarland nicht von der Bundesrepublik annektiert wurde. Sie können nicht nach Belieben die Resultate von Volksabstimmungen mal so und dann mal anders auslegen.

Merkel: Aber der Konflikt in der Ostukraine habt Ihr zu verantworten. Ohne Unterstützung der Separatisten gebe es keine Kampfhandlungen dort unter denen die Zivilbevölkerung leidet.

Putin: Ist ja nett, dass sie auch an das Leid der Bevölkerung denken. Wer hat denn diese sogenannte "Antiterroroperation" gegen die Ostukraine angefangen? Es waren doch Ihre Schützlinge in Kiew. Sie sind mit schweren Waffen, Soldaten, Panzern, Kampfhelikoptern und Jagdflugzeugen auf die Menschen losgegangen, haben Bomben abgeworfen und Granaten abgeschossen, weil sie von diesem Putsch-Regime nicht regiert werden wollen und Widerstand leisten. Als wir einen Konvoi mit Hilfslieferungen schickten, mit Lebensmittel und Medikamente für die notleidende Bevölkerung, dann habt Ihr im Westen das als Invasion bezeichnet und wolltet es verhindern. Wer ist denn hier unmenschlich und der wirkliche Aggressor?

Merkel: Sie müssen den Separatisten sagen, sie sollen die Waffen niederlegen und aufhören zu kämpfen, dann gibt es Frieden.

Putin: Wir haben von Anfang an versucht beruhigend einzuwirken, denn wir haben kein Interesse an einem Konflikt vor unserer Haustür. Wir haben auch keine Ambitionen die Ostukraine zu übernehmen. Wenn wir das wollten wäre es schon längst geschehen. Wer hat denn einen Waffenstillstand verlangt und diesen ausgehandelt? Wir doch. Genau so können Sie in Kiew Einfluss nehmen und Poroschenko dazu auffordern, mit dem Krieg gegen die eigenen Landsleute aufzuhören.

Merkel: Wenn die Kämpfe nicht aufhören werden wir die Sanktionen gegen Russland verschärfen.

Putin: Ich sage Ihnen das ganz deutlich, das ist eine Erpressung und ein feindseliger Akt, was wir nicht hinnehmen werden. Wir sehen keinen Grund für so eine aggressive und voreingenommene Einstellung uns gegenüber. Sie wissen doch am besten, Sanktionen treffen den am meisten, der sie Ausspricht. Fragen Sie doch ihre Wirtschaftsführer, ob sie nicht bereits jetzt einen erheblichen Schaden erleben.

Merkel: Wir sind dazu bereit Opfer zu bringen, auch die deutsche Wirtschaft. Es geht ums Prinzip, um die Verteidigung der westlichen Werte.

Putin: Welches Prinzip? Regierungen zu bestrafen die der aggressiven westlichen Expansionspolitik Widerstand leisten? Welche westlichen Werte? Mit Demokratie hat das was in Kiew geschah nichts zu tun. Es sind durch den Putsch sogar Faschisten in Regierungsämter gekommen. Die sogenannten "Freiwilligen-Bataillone" bestehen aus Nazi-Sympathisanten die Hitler und die SS anhimmeln, die Nazi-Abzeichen tragen und diese verbrecherische und rassistische Ideologie verfolgen. Solche Leute unterstützt die deutsche Bundesregierung und lässt sie wüten?

Merkel: Das sind keine Nazis sondern nur extrem ausgerichtete Patrioten und Nationalisten.

Putin: Kommen Sie Frau Merkel, jetzt bin ich sehr enttäuscht von Ihnen. Ausgerechnet Sie verharmlosen diese kriminellen Banden? Wer in Deutschland solche Abzeichen trägt und Ideologie verbreitet macht sich strafbar. Statt sich von diesen Elementen zu distanzieren, bestrafen sie uns mit Sanktionen. Dabei wollen wir die guten Geschäftsbeziehungen aufrecht erhalten, im beiderseitigen Interesse.

Merkel: Was ist jetzt mit den Gaslieferungen nach Westeuropa für den kommenden Winter? Stehen Sie zu den Lieferverträgen?

Putin: Wie ich gerade sagte, wir haben die Sanktionen nicht verdient und reagieren nur darauf. Unsere Gasproduzenten haben selbstverständlich die Absicht die Verträge mit Europa einzuhalten. Aber ... wenn die Ukraine hergeht und das Gas aus den Transit-Pipelines abzapft, das Gas ohne zu bezahlen einfach nimmt, dann werden die Lieferung nach Europa um diese entsprechende Menge reduziert. Ausserdem stehen noch Rechnungen für vergangene Lieferungen an die Ukraine offen. Von uns verlangt Ihr die Einhaltung der Verträge, aber Ihr verhängt Sanktionen und sieht zu wie Kiew seine Rechnungen nicht bezahlt und möglicherweise das Gas stiehlt, und darauf sollen wir nicht reagieren? Eine sehr unfaire und arrogante Einstellung.

Merkel: Ich sehe, es macht keine Sinn mit Ihnen zu reden, denn Sie sind uneinsichtig und stur.

Putin: Uneinsichtig? Ich hoffe sie erkennen bald, wie falsch und schädlich Ihre sture Position ist. Wir wissen doch durch die Aussage von US-Vizepräsident Jo Biden, die US-Regierung übt Druck auf Euch und die anderen EU-Länder aus, damit Ihr die Sanktionen befolgt, obwohl sie gegen Eure Interessen sind. Damit erkennen ich, Sie als Kanzlerin können gar nichts wirklich entscheiden, sondern Washington bestimmt was Sie tun. Ich verschwende meine Zeit mit Ihnen hier. Sie sollten sich endlich von der absoluten Hörigkeit und blindem Gehorsam befreien, sonst kann ich Sie nicht ernst nehmen. Auf Wiedersehen!

Merkel: Aber Herr Putin ... ich meine, ich will, ... oh je, jetzt bin ich aber enttäuscht!

Putin: Offensichtlich haben Sie keinen grossen Willen, die Lage in der Ukraine objektiv zu erörtern.

So in der Art wird wohl das Gespräch abgelaufen sein. Wenn es etwas positives zu vermelden gegeben hätte, wäre es geschehen. So sind die Fronten verhärtet und die Meinungen gehen weit auseinander.

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Putin stellt sich der Presse in Mailand und macht einige sehr interessante Aussagen:



Eine wichtige Aussage von Putin bezieht sich auf meinen vorher- gehenden Artikel über den Ölpreiskrieg. Er sagte: "Alle Ölproduzenten werden leiden, sollte der Ölpreis bei 80 Dollar das Fass bleiben." Auf eine hypothetische Frage eines Journalisten antwortete Putin mit einem russischen Sprichwort: "Wenn meine Grossmutter einen Penis hätte dann wäre sie mein Grossvater."

Die Gründe für den Preiskrieg auf dem Ölmarkt

von Freeman am Mittwoch, 15. Oktober 2014 , unter | Kommentare (11)



Die Welt schwimmt buchstäblich in Öl, nicht nur weil zurzeit 1 Million Fass mehr gefördert werden als der globale Verbrauch von 90 Millionen Fass pro Tag, sondern weil die Behauptung, Erdöl wäre ein fossiler Brennstoff und wir hätten das sogenannte "Peak Oil" überschritten, völlig falsch und ein Märchen ist. Erdöl ist nicht endlich und tatsächlich im Überfluss vorhanden, wird nämlich im Erdinneren ständig produziert. Siehe meine vielen Artikel über "abiotisches Öl". Der aktuelle Preis für Erdöl liegt so tief wie seit langem nicht mehr. Aktuell bei 82 Dollar das Fass, fast 30 Prozent tiefer als am Anfang des Jahres. Über warum das so ist und was den Preis drückt gibt es verschiedene Meinungen. Ich will versuchen diese möglichen Ursachen für einen Preiszerfall aufzulisten. Der folgende Chart zeigt die Schwankungen des Ölpreis der letzten 36 Monate. Aktuell kostet ein Fass Erdöl wieder fast so wenig wie im Juli 2012, als die Weltwirtschaft in die Rezession abstürzte und der Bedarf deshalb stark zurückging. Daraus stellt sich die Frage, ist der Preis so niedrig weil wir wieder vor einer weltweiten Rezession stehen oder sind andere Faktoren am Werk? Zum Beispiel, ein bewusster und gesteuerter Preiskrieg?


Hier eine Liste der möglichen Gründe für den tiefen Preis:

1. Szenario: Wie bereits gesagt, die Industrie erlebt weltweit einen erheblichen Rückgang der Aufträge und deshalb wird weniger Öl als Energieträger benötigt, also ist die erneute Rezession schuld. Europa und Japan erleben einen Konjunkturabschwung, die Wirtschaft der USA plätschert auch nur so dahin und sieht aus wie wenn sie wieder schrumpft. Ein zusätzlicher Grund für die weltweite Wirtschaftsflaute sind die Sanktionen gegen Russland, die einen erheblichen Schaden speziell in Europa anrichten. Wenn die Wirtschaft stagniert und dadurch weniger Öl verbraucht als gefördert wird, gibt es einen Überschuss der den Preis drückt. Da die OPEC-Länder wie gerade bestätigt ihre Produktion nicht dem geringeren Bedarf anpassen wollen, sondern die Fördermenge gleichhalten und nicht reduzieren, sinkt der Preis. Angeblich soll erst im November beim nächsten OPEC-Treffen über eine Drosselung der Fördermenge entschieden werden. Neue Anbieter für Öl sind auch auf dem Markt, die wegen der jeweiligen Konflikte bisher ausgefallen waren, wie Libyen und Irak. Die ISIS verkauft auch noch das gestohlene Öl aus dem eroberten Kurdistan mit Hilfe der Türkei zu Dumping-Preisen. Wie das unter den Augen der Amerikaner möglich ist, ist eine andere Frage. Das eigene Kind Al-Kaida in ISIS umzutaufen ist wohl der Grund. Aber insgesamt gibt es zu viel Öl auf dem Markt.

2. Szenario: Saudi-Arabien als einer der grössten Ölproduzenten der Welt hat entschieden, über eine Preisreduktion seinen Marktanteil zu vergrössern und will die Konkurrenten ausschalten. Den Saudis und den anderen Golfstaaten passt die verkündete Energieunabhängigkeit der USA, die mit dem massiven Einsatz von Fracking erzielt worden ist, gar nicht. Durch die Reduzierung des Preises auf unter 80 Dollar wird die Förderung von Öl aus Schiefer unwirtschaftlich und rutscht in die Verlustzone. Damit wollen die Saudis die Ölförderung über diese neue umstrittene Methode die relativ teuer ist abwürgen. Ziel ist es generell, alle Ölproduzenten mit hohen Produktionskosten aus dem Markt zu werfen. Da die saudische Förderung erst unter 70 Dollar das Fass unrentabel arbeitet und Riad über gigantische Währungsreserven von 750 Milliarden Dollar verfügt, können sie diesen Preisdruck für längere Zeit durchhalten, bis die lästige Konkurrenz in den USA kaputt ist und aufhört. Ob Obama sich das gefallen lässt, ist eine andere Frage. Gleichzeitig wollen die Saudis den Iran als Konkurrent über die regionale Macht mit einem tiefen Ölpreis schwächen, denn wenn die Einigung im Atomstreit zustande kommt, die Sanktionen gegen Teheran aufgehoben werden, dann kann der Iran wieder Öl verkaufen und mit den höheren Einnahmen stärker werden.

3. Szenario:
Die plötzliche Preisreduktion des Öl auf 80 Dollar das Fass ist ein gemeinsamer Plan von USA und Saudi-Arabien, um Russland zu schwächen und Putin zu stürzen. Washington sinnt Rache, weil der Regimewechsel in der Ukraine in einem Debakel ausgegangen ist. Denn das strategische Ziel der Amerikaner, durch den Putsch in Kiew die Krim zu schnappen, die Russen rauszuschmeissen und den Marinehafen von Sewastopol am Schwarzen Meer zu übernehmen, ist kläglich gescheitert. Putin hat sie völlig ausmanövriert und die Krim ist ihm ohne Gewalt anwenden zu müssen in den Schoss gefallen. Riad ist auf Putin sauer, weil Russland Assad stützt, den die Saudis aber weg haben möchten. Der Plan, Syrien zu übernehmen, ist bisher gescheitert. Wenn der Ölpreis tief liegt, dann fehlen Moskau wichtige Einnahmen, die bereits für die Jahre 2015 bis 2017 aber schon als Staatsausgaben mit 100 Dollar pro Fass budgetiert sind. Die russische Regierung muss dann drastisch sparen, was möglicherweise Unruhen in der Bevölkerung auslöst und sogar zu einem Sturz von Putin führt. Das ist der Gedanke den die Amerikaner und die Saudis mit einem Preiskrieg verfolgen.

4. Szenario:
Es ist genau umgekehrt. Den Preiszerfall steuern Moskau, als grösster Öl- und Gasproduzent der Welt, und China, als grösster Verbraucher der Welt, um den Saudis und Amerikanern einen gewaltigen Schaden zuzufügen. Dieses Manöver ist Teil des Plans der "De-Dollarisierung" des Energiemarktes und überhaupt der Weltwirtschaft, den beide durchziehen wollen. Dazu passt die Vereinbarung zwischen den Zentralbanken von Russland und China über ein dreijähriges Währungstauschgeschäft von 150 Milliarden Yuan und 815 Milliarden Rubel, (umgerechnet 25 Milliarden Dollar). Ziel ist es den Handel zwischen den beiden Ländern massiv auszubauen und die Abhängigkeit von Dollar und Euro zu reduzieren. Der Handel zwischen Russland und China macht jetzt fast 100 Milliarden Dollar aus und soll in den kommenden Jahren auf 200 Milliarden Dollar steigen. Moskau hat genug Währungs- und Goldreserven um einen tiefen Ölpreis länger überstehen zu können und hat seine Auslandsschulden in den letzten Monaten massiv reduziert. China ist über einen tiefen Einkaufpreis für Öl glücklich und hilft Russland im Preiskrieg. Wie oben bereits erwähnt, wird auch noch die Ölförderung der Amerikaner damit erheblich beschädigt, weil Fracking zu teuer wird und unter 80 Dollar es sich nicht mehr lohnt.

Einer der genannten Gründe für den Preiszerfall des Erdöls kann richtig sein, oder mehrere, oder sogar alle. Jeder der Teilnehmer an diesem Markt hat ein Motiv für den Preiskrieg. Die Frage die sich daraus stellt, wer wird diesen Kampf überstehen und wer wird einen erheblichen Schaden davontragen? Am meisten freuen können sich die Verbraucher, denn der Spritpreis an den Tankstellen ist auch gesunken. Sollte den OPEC-Ländern zuerst die Luft ausgehen, werden sie wohl eine Drosselung der Fördermenge beschliessen müssen, damit der Preis wieder steigt. Genaugenommen kann kein Ölproduzent unter 100 Dollar pro Fass wirklich wirtschaftlich fördern und genug Staatseinnahmen dabei generieren. Deshalb wird billiges Öl nur vorübergehend vorhanden sein. Was uns klar sein muss, Öl ist die wichtigste Ressource der Welt und praktisch alle Interventionen und Kriege des Westens wurden in irgendeinem Zusammenhang deswegen geführt. Der Preiskrieg kann also in einem Schiesskrieg enden.

US-Armee fährt Panzer an russischer Grenze auf

von Freeman am Dienstag, 14. Oktober 2014 , unter , | Kommentare (14)



Wie man aus folgendem Bericht ersehen kann, hat die US-Armee in der Hafenstadt Ventspils in Lettland schwere Panzer vom Typ Abrams, Bradley Kampfpanzer, Stryker Radschützenpanzer und weiteres Militärgerät ausgeladen. Zu sehen sind wie 5 Abrams, 12 Bradley und zahlreiche Stryker aus einem Schiff entladen und mit Tiefladern abtransportiert werden.


Der Bericht vom 3. Oktober stammt vom russischen TV-Sender "Moscow 24" und die Waffen sollen an der Grenze zu Russland stationiert und als "Sicherheitsgarantie" gegenüber Moskau dienen.



In der lettischen Regierung ist die volle "anti-russische Hysterie" ausgebrochen und sie benutzen die vom Westen in der Ukraine geschaffene Krise als Vorwand für eine verstärkte Präsenz der NATO im Baltikum. Bereits im Mai hat die lettische Regierung den Wunsch geäussert, die NATO soll eine permanente Militärbasis im Land errichten. Ausserdem will man die russischen Gasimporte durch amerikanische aus Fracking ersetzen. Die Sanktionen gegen Russland machen die Letten auch mit, obwohl sie der eigenen Wirtschaft schwer schaden.

Im Juni fand zum fünften Mal das Grossmanöver der NATO in den drei baltischen Staaten statt mit Namen "Saber Strike" oder auf Deutsch "Säbelschlag". Das Manöver wurde von 4'500 Soldaten aus 10 Länder durchgeführt, einschliesslich US-Truppen der US Air Force, der Air National Guard aus Michigan, Minnesota, Pennsylvania und Washington, der Army National Guard aus Louisiana, Michigan, North Dakota, Pennsylvania und Utah. Dann neben den drei baltischen Staaten aus den Ländern Kanada, Dänemark, Finnland, Norwegen, Polen und Grossbritannien.

Im folgenden Bericht des Pentagon über "Saber Strike" im Juni äussert ein lettischer Offizier, er wünscht sich mehr gepanzerte Fahrzeuge im Lande. Offensichtlich ist der Wunsch von den Amerikanern jetzt erfüllt worden:



Um zu erkennen was diese Lieferung von Panzern und Manöver mit Tausenden Soldaten an der Grenze zu Russland für eine Provokation darstellen, muss man den Fall nur umkehren. Wie würde Washington reagieren, wenn russische Kampfflugzeuge, Panzer und 4'500 Soldaten in Mexiko unmittelbar an der Grenze zu den Vereinigten Staaten Manöver abhalten würden? Die amerikanischen Politiker und Militärs würden durchdrehen. Damit ist die Frage beantwortet, wer ist der wirkliche Aggressor und wer will einen Konflikt? Doch nur der "ach so gute und friedliche" Westen!

Die Letten behaupten, sie wollen in allen Bereichen von Russland (obwohl ein Nachbar) unabhängig werden. Was tatsächlich passiert ist dadurch eine völlige Abhängigkeit von den weit entfernten USA. Das soll eine kluge Politik sein? Haben die noch nicht aus der Geschichte gelernt, wer Amerika als Freund hat braucht keine Feinde mehr und bringt sie auch nicht mehr los. Dann hat man die Amis als permanente Besatzer und die Regierung ist ein folgsamer Schosshund Washingtons. Siehe Deutschland ... und Japan, Südkorea etc.

Wie verblödet muss sein, von einem imaginären Feind Angst zu haben, um damit einen wirklichen Feind ins Land zu lassen? Auf diesen Trick Washingtons fallen Länder immer wieder rein. Verstehen die Menschen nicht, die USA sind Meister der Täuschung im Aufbau von künstlichen Feindbildern? Genau wie Saddam Hussein niemand bedroht hat und das US-Regime mit krassen Lügen eine Gefahr die vom Irak wegen Massenvernichtungswaffen ausgehen soll erfunden hat, erfinden sie auch mit Lügen und falschen Beweisen eine Bedrohung die von Russland ausgehen soll, damit man US-Soldaten als "Beschützer" ins Land holt.

Diesen Trick haben manche Eltern gegenüber ihren Kindern schon seit Jahrhunderten benutzt, wenn sie vom Kobolde, Trolle, Hexen, Geister und Gespenster reden die sie holen kommen, wenn sie nicht folgen, fiktive Kinderschreckfigur, mit denen man Kindern Angst einjagt. Merken die Menschen nicht, wie sie ständig mit Angstmacherei gesteuert werden? Wie sie genau in die Falle tappen die man für sie auslegt? Nach Saddam als neuer Hitler war es Gaddafi, dann Assad und jetzt Putin. Die aktuellen Angstmacher sind die ISIS, dann Russland, China, Iran und auch EBOLA. Die mediale Gehirnwäsche funktioniert prima!

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Hier eine sehr gute Zusammenfassung der Kriegspolitik der Vereinigten Staaten durch Michel Chossudovsky von Global Research. Er sagt, wir erleben eine globalisierung des Krieges und es handelt sich um die grösste Krise in der modernen Geschichte und höchste Gefahr für die Menschheit:

SPON - Ohne Putin-Bashing gehts wohl nicht

von Freeman am Montag, 13. Oktober 2014 , unter , | Kommentare (18)



Wenn man die Schlagzeile und den Inhalt der Artikel des "Schmiergel" und des "Lokus" miteinander vergleicht muss man meinen, es handelt sich um Berichte von zwei verschiedenen Veranstaltungen. Dabei in beiden Fällen geht es um das Formel1-Rennen in Sochi vom Wochenende, der erste "Grosse Preis von Russland" nach Fertigstellung der Rennstrecke auf dem Olympiagelände. Der Schmiergel schreibt als Einführung "Der Große Preis von Russland - da durfte Wladimir Putin natürlich nicht fehlen. Der Präsident genoss die Show, bei der er sich wunderbar ins Rampenlicht rücken konnte. Aber die Inszenierung hat ihren Preis." Der Lokus bringt genau das Gegenteil: "Es sollte seine Bühne werden, doch Russlands Präsident Wladimir Putin hat auf einen öffentlichen Auftritt vor dem Großen Preis von Russland verzichtet. Stattdessen schickte er den Vize-Ministerpräsidenten nach Sotschi an die Seite von Bernie Ecclestone." Ja was stimmt denn nun?

Präsident Putin überreicht den Siegespokal an Lewis Hamilton
mit Nico Rosberg daneben als Zweiter

Je nach dem ob man den Beginn oder das Ende des Rennens als Schwerpunkt sieht, kommen unterschiedliche Berichte dabei raus. Fakt ist, Präsident Putin war im Vorlauf zum Start nicht dabei und erschien erst während des Rennen im Autodrom. Am Schluss hat er den Siegerpokal nur kurz an Hamilton überreicht, das einzige Mal wo man ihn auf dem Bildschirm wirklich sah. Daraus konstruiert der Schmiergel die Behauptung: "Der Präsident genoss die Show, bei der er sich wunderbar ins Rampenlicht rücken konnte." Der Lokus sagt wiederum ganz was anderes: "Putin hat auf einen öffentlichen Auftritt vor dem Großen Preis von Russland verzichtet."

Im Gegensatz zu westlichen Politikern, die vor lauter Mediengeilheit bei grossen Sportveranstaltungen ständig sich den Kameras präsentieren und von den Lorbeeren profitieren (Merkel ist zwei Mal zur WM nach Brasilien geflogen und war dann in der Umkleidekabine nach dem Titelgewinn), hat Putin sich am Sonntag sehr zurückgehalten und sich überhaupt nicht in den Mittelpunkt gestellt, obwohl der erste Grand Prix in Russland.

Wer den Bericht über das Rennen im Schmiergel liest ... es gibt scheinbar noch einen Rest von Unerschütterlichen die an dieses verkommene Drecksblatt glauben ... dann fällt einem die übliche Einseitigkeit und Unsachlichkeit auf, wie wenn die Schmierfinken in Hamburg extra fürs Lügen und Schlechtmachen von Russland und Putin bezahlt werden. Ach hab vergessen, das werden sie ja. Es muss einfach sein ... unser täglich Putin-Bashing gib uns heute.

Statt zu berichten, das Erstens, die Rennstrecke termingerecht fertig wurde, und Zweitens, das Rennen perfekt abgelaufen ist, so wie die Winter-Olympiade im Februar auch, musste der Schmiergel offensichtlich aus Neid, Missgunst und weil von oben befohlen Dreck werfen. "Geld spielt bei einem solchen Ereignis für den Staatschef offenbar keine Rolle - auch das eine Parallele zu Olympia. Die Winterspiele waren mit geschätzten 50 Milliarden Dollar die mit Abstand teuersten in der Geschichte. Das für die Formel 1 erbaute 'Sochi Autodrom' hat vergleichsweise läppische 260 Millionen Dollar gekostet, war damit allerdings doppelt so teuer wie geplant."

Die Schreiberlinge vom Lokus tönen ganz anders: "Kein Auflauf an Bodyguards, keine Extra-Kamerateams. Nachdem die Premiere der Formel 1 mit Pathos und Patriotismus durch tanzende Kosaken und Kunstflieger am strahlend blauen Himmel eingeleitet worden war, verlief fast alles so wie sonst auch." Was bei der Nennung der Investitionssummen immer gerne verschwiegen wird, hauptsächlich deutsche und überhaupt europäische Firmen haben von Russland Aufträge bekommen, haben davon profitiert und es wurden Arbeitsplätze hier geschaffen. Der ganze öffentliche Verkehr in Sochi mit der Bahn hat Siemens geliefert.

Die Profi-Schlechtschwätzer des Schmiergel haben natürlich vergessen zu erwähnen, dass die Rennstrecke von Yas Marina in Abu Dhabi über 1,3 Milliarden Dollar gekostet hat und dazu die Rennen vor leeren Rängen in der Wüste stattfinden, im Gegensatz zum Touristenort Sochi am Schwarzen Meer mit ausverkauften Haus. So schlecht kann es den Russen nicht gehen die angeblich "unter Putin dahindarben", wenn der Eintritt 200 Euro kostete und 65'000 Zuschauer dort waren. Dabei ist das noch "günstig", kosten die Tickets für Stehplätze am Hockenheimring 175 Euro und 90 Euro für Kinder, auf der Tribüne ab 225 Euro bis 525 Euro.


Ich lasse die SPON-Leser mit ihren Kommentaren zu Wort kommen:

"Sollen wir mal Aufzählen bei wie vielen WM/EM/F-1 Titeln dutzende Politiker sich haben ablichten lassen? Bei jedem auch so popeligen Ereigniss ist mindestens ein Politiker aus Land- oder Bundestag vor Ort und liest die Standardreden vor. Und wieso hat es seinen Preis? Hier gibts alles umsonst? Der Nürburgring hat über 400 Millionen Rettungsgeld verschlungen ... jetzt wird das von der EU als illegal abgestempelt und der Ring ist immernoch Pleite. Da war wohl das Autodrom günstiger und hat sich gelohnt? Von BER/Elbphilharmonie/S21 wollen wir nicht mal Anfangen ... Lasst doch solche Artikel und schreibt in Zukunft einfach 'Russland ist scheiße' ... kommt auf das selbe raus und ihr müsst das nicht versuchen zu verschleiern."

"Was wollt Ihr? Kaufen sich andere Staaten etwa keine Sportevents, um zu glänzen? Lassen sich westlich-demokratische Funktionäre etwa nicht kaufen, um ebendiese Vergabe der Events an zwielichtige Staaten zu rechtfertigen? Wie war das noch mal mit der Vergabe der Olympischen Spiele 2008 an eine repressive Diktatur China, die damals schon und heute noch mehr Todesurteile vollstreckt? Was ist mit der Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2022 an den Wüstenstaat Katar, der die Spieler bei 50 Grad Celsius aufs Feld schicken wird, dem aber von Beckenbauer eine, nun ja, lupenreine Behandlung seiner Arbeitersklaven bescheinigt wird, in einem Mittelalterstaat, wo die Todesstrafen noch viel drakonischer ausfallen als in China? - Und last but not least: Wann genau noch mal ist in Russland zum letzten Mal die Todesstrafe vollstreckt worden? --- Offenbar zählen solche Fakten nicht. Weder für die Politik, noch für die Funktionäre, noch für unsere Journalisten. Hauptsache, man ist sich einig auf wen man drauftritt!"

"Nachdem schon Gestern die Kollegen vom Focus, solch dubiose Meldung 'Putin hinter schwarz gefärbten Scheiben' usw. im Platten Bild-Zeitung Stiel, nun auch Spiegel. Es wahr ein schönes Rennen, eine richtig tolle neue Rennstrecke, Super organisiert, und Putin hat nicht getan, wofür er sich schämen müsste. Die im Vorfeld kritisierten Sicherheitsmaßnahmen, sind einem Staatsführer, (insbesondere z.Zt. dem russischen) entsprechend. Wenn Obama in solche Situation währe, dürfte die CIA etwa 10-20 mal mehr Aufwand betreiben.

Und zum Schluss dieser:

"Bei solchen Artikel hoffe ich fast für den Spiegel, dass dieser Beitrag irgendwie politisch gesteuert oder durch Bestechungsgelder motiviert war. Mit Journalismus hat das einfach gar nichts mehr zu tun... aber Hauptsache wir haben unseren wöchentlichen 'Anti-Russland' Artikel. Chapeau, Spiegel! Tiefpunkt der Woche ..."

Das positive ist, die Leser des SPON sind in der überwiegenden Mehrheit nicht mehr bereit die tendeziöse Berichterstattung und die Lügen dieses "Leitmediums" zu akzeptieren. Soll das "Nachrichtenmagazin" nur so weitermachen, dann gibt es sie bald nicht mehr, dann geht es den Weg der Dinosaurier und stirbt aus.

Warum die Privatsphäre wichtig ist

von Freeman am Sonntag, 12. Oktober 2014 , unter , | Kommentare (6)



Es ist interessant wie die meisten Opfer eines Einbruchs nicht den materiellen Schaden als schlimm empfinden, sondern die psychischen Probleme mit denen sie kämpfen, weil jemand Fremdes in ihre Privatsphäre eingedrungen ist. Es kommt erstmal zum Schockzustand, da durch das Durchwühlen des Privaten fühlen sich Menschen häufig verletzt, beschmutzt und empfinden Ekel. Dieses Eindringen wird oft als Vergewaltigung empfunden und genau wie Vergewaltigungsopfer werden sie anschliessend ängstlich, unsicher und schämen sich gleichzeitig auch für das, was da passiert ist. Sie denken, sie sind am Einbruch schuld und hätten ihn durch Massnahmen verhindern können. Offensichtlich ist der Schutz der Privatsphäre was das Heim betrifft für viele sehr wichtig und die Verletzung des selben etwas schlimmes.


Diese Einstellung steht im krassen Gegensatz zur Einstellung, was die Verletzung der Privatsphäre durch staatliche Organe im Internet betrifft. Oft bekomme ich zu hören, "da ich nichts zu verbergen habe ist es mir egal wenn Geheimdienste, die Behörden oder Konzerne mich ausspähen und alles über mich wissen." Wieso ist die eine Verletzung der Privatsphäre unakzeptabel und die andere nicht? Wieso unternimmt man etwas um die Privatsphäre in einem Fall zu schützen und im anderen nicht? Keiner würde seine Haustür und Fenster sperrangelweit offenlassen und nackt herumlaufen, auf dem Klo sitzen, duschen oder Verkehr haben, damit alle es sehen, aber wenn es um das Internet geht machen es die meisten Internetbenutzer. Sie surfen völlig nackt und ungeschützt im Internet herum, sind damit komplett sichtbar und offen wie ein Buch. Dabei kann man sich auch da schützen.

Menschen können schon behaupten, die Privatsphäre im Internet ist ihnen egal, aber das tatsächliche Verhalten spricht dagegen. Jeden Tag entscheiden wir, was wir für alle zu hören sagen und zu sehen handeln und was wir nur vor vertrauenswürdigen Personen tun und äussern. Wenn wir zu Hause sitzen und ein Buch lesen, weiss das fast niemand. Wenn wir aber ein Buch im Internet bestellen oder lesen, wissen das viele. Zum Beispiel, wenn man sich über die Geschichte informieren und nicht vorgekaute Meinungen übernehmen will. "Ach sie haben ‚Das Manifest der Kommunistischen Partei’ von Karl Marx gelesen? Was sind sie? Ein Kommunist?" Und die Konsequenz daraus könnte sein wenn der Staat oder eine Firma das herausbekommt: "Damit sind sie ungeeignet für uns zu arbeiten und bekommen die Stelle nicht."

Wir als menschliche Wesen, auch wenn wir die Wichtigkeit der Privatsphäre nach aussen abstreiten, verstehen instinktiv, wie wichtig sie ist. Auch wenn wir als soziale Wesen unserer Umwelt gegenüber zeigen was wir denken und tun, ist es wichtig einen intimen Bereich zu haben, wo wir eben nicht beobachtet werden, denn nur dort können wir frei reden und handeln. Es gibt einen Grund warum wir diesen Schutzraum suchen, weil wir alle, nicht nur Kriminelle und Terroristen, ja wir alle haben etwas zu verbergen. Es gibt Sachen über uns die wir nur einem Arzt, Anwalt, Psychologen, Partner oder Freund erzählen und diese wissen dürfen, aber niemals die Öffentlichkeit. Der Grund warum wir diese Privatsphäre benötigen ist einfach. Wenn man weiss alle können zuhören und man wird beobachtet, handelt man anders als wenn man es nicht ist.

Die Art und Weise wie man handelt und spricht verändert sich erheblich und wird eingeschränkt, wenn man weiss man wird beobachtet. Das ist eine Tatsache der menschlichen Natur die wissenschaftlich belegt ist. Menschen die beobachtet werden handeln konform, gefügig, nachgiebig und gefällig. Deshalb treffen Menschen die in einem Zustand der Beobachtung stehen andere Entscheidungen, nämlich die welche von aussen von einem erwartete werden und nicht die, die man wirklich selber will. Warum meint ihr wurden Grossraumbüros und gläserne Büros eingeführt? Behauptet wird, wegen der Verbesserung der internen Kommunikation und des Klimas, aber tatsächlich geht es um Verhaltenskontrolle. Wer den ganzen Tag beobachtet werden kann handelt anders, hält sich an Regeln, ist folgsam und konform.

Dieses Modell der Beobachtung und Kontrolle wurde dann für die ganze westliche Gesellschaft übernommen. Das raffinierte daran ist, man muss damit keine diktatorische oder gewaltsame Regierungsform durchsetzen, die Dissidenten und Gegner verhaftet und einsperrt, sondern Massenüberwachung schafft ein Gefängnis im Denken, eine viel subtilere und effektivere Art wie man die Bevölkerung dazu bringt sich einem System zu unterwerfen, viel besser als brutale Gewalt es tun könnte. Das beste Beispiel wie der Mangel an Privatsphäre und der massenhafte Einsatz von Überwachung die Menschen kontrollieren kann hat George Orwell in seinem Buch "1984" beschrieben. Diese Buch ist zu einem Klischee geworden und jedes Mal wenn man es als Beispiel nennt wird es als nicht zutreffend für unsere Situation abgewiesen.

Wenn man "1984" zitiert dann wird behauptet, im Buch wird eine Gesellschaft beschrieben, in der jede Wohnung überwacht und jede Handlung kontrolliert wird, das hat mit unserer Form der Überwachungsgesellschaft nichts zu tun. Das ist natürlich eine völlige Verkennung der Warnung die Orwell mit seinem Buch uns geben wollte. Was Orwell uns beschreibt ist nicht ein System, dass uns zu jeder Zeit überwachen kann, sondern dass die Menschen den Eindruck bekommen, sie könnten jederzeit überwacht werden. Die Menschen sollen glauben, es gibt keinen einzigen privaten Moment in ihrem Leben. So erzwingt man den Gehorsam zum Regime. Der Sinn ist, eine Gesellschaft die weiss sie wird überwacht, produziert Menschen die Untertanen sind und folgen. Deshalb wollen alle Herrscher so ein System haben, egal ob sie brutale Diktaturen sind oder subtile agierende "Demokraturen" so wie die in der wir leben.

Auf der anderen Seite, das Vorhandensein eines Ortes der Privatsphäre, wo wir unsere Gedanken äussern und wo wir unbeobachtet handeln können, wo wir ungehemmt und kreativ agieren können, wo wir auch Kritik am System ausdrücken können, ist das Zeichen von Freiheit einer Gesellschaft. Deshalb ist die Aussage völlig falsch, "Menschen welche Privatsphäre wollen und diese schützen, sind nur Kriminelle und Terroristen die böse handeln". Oft hört man dann den Satz: "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten." Wer hat diesen Satz geprägt und als Ausrede benutzt? Es war Josef Goebbels 1933 bei der Machtübernahme der Nazis und Einführung des Polizeistaates. Wer heute so spricht und argumentiert, speziell Politiker die sich für mehr Überwachung einsetzen, sind für mich Nazis die ein totalitäres System wollen.

Unsere westlichen Regime meinen mit "bösen Handlungen" nicht unbedingt Kriminalität und Terrorismus, sondern sie meinen, Handlungen die ihre Macht untergraben und Opposition zu ihrer Autorität darstellen. Wie ich schon Mal sagte: "Der Sinn der totalen Überwachung ist nicht Terroristen zu fangen, sondern der Sinn ist Zeugen zu identifizieren und zu eliminieren, welche die Verbrechen der Regierungen und ihrer Hintermänner aufdecken und verraten.“ Ganz schlimm dabei ist die Einstellung von Menschen, wenn ich mich nach aussen ganz harmlos gebe, alles offen darlege, überhaupt keine Bedrohung für die Machthaber darstelle, nur dann werde ich verschont. Nur wer seine Privatsphäre schützt hat etwas befürchten. Der Massstab einer Gesellschaft ist aber nicht, wie sie ihre folgsamen Untertanen behandelt, sonder wie sie mit ihren Oppositionellen umgeht.

Es ist falsch zu glauben, wer Schutzmassnahmen was das Internet betrifft vornimmt und seine Daten verschlüsselt, macht sich besonders verdächtig. Genau das will die Obrigkeit uns glauben lassen. Am wichtigsten ist dabei zu realisieren, Massenüberwachung unterdrückt unsere Freiheit zu denken und zu handeln wie wir eigentlich wollen. Nur in einem geschützten Raum können wir uns verändern, können wir wachsen, kreativ sein, frei denken, bessere Menschen werden und für die Gesellschaft was bewegen. Rosa Luxemburg hat mal gesagt: "Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht!" Das heisst in diesem Fall, wer nichts tut um seine Privatsphäre zu schützen, ist ein Gefangener. Genau wie man die Privatsphäre in seinem Heim vor der Verletzung durch Einbrechern schützt, sollte man es auch was das Internet betrifft tun. Wir haben alle was zu verbergen und deshalb ist die Privatsphäre wichtig.

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Die schlimmste Form der Zensur ist die Selbstzensur, weil man meint im Internet überwacht zu werden. Oder auf der anderen Seite, man ist fahrlässig und gibt alles über sich im Internet preis. Aus den oben genannten Gründen ist es sicher ratsam sich gegen Ausspähung, der staatlicher Überwachung und Speicherung der gesamten Aktivitäten im Internet zu schützen. Dann ist man frei. Deshalb schaut Euch den umfangreichen Schutz der Privatsphäre welche die ENIGMABOX bietet an. Geht auf die Seite von enigmabox.net und informiert Euch über die tollen Möglichkeiten des anonymen Surfens und des verschlüsselten Datenverkehrs.

Deutschland - Aber uns geht's ja ... schlecht?

von Freeman am Freitag, 10. Oktober 2014 , unter , , | Kommentare (40)



Die Dauerausrede für die völlige Tatenlosigkeit, Teilnahmslosigkeit und Mangel an normalen menschlichen Emotionen der Deutschen über die Scheisse die rund um sie passiert lautet: "Aber es geht uns ja gut". Merkel und Co. können das deutsche Volk belügen, betrügen und verraten, es stört den deutschen Michel kein Bischen und Mutti bleibt am Ruder. Dabei stimmt die Behauptung überhaupt nicht, von wegen es geht "uns" gut. Ich würde sagen, den Deutschen ist es vom Lebensstandard her seit 30 Jahren noch nie so schlecht gegangen wie heute. Nur weil man noch nicht auf der Strasse sitzt, heisst ja nicht es geht einen gut. Aber jetzt kommt der richtige Hammer. Plötzlich sieht die deutsche Wirtschaft verdammt schwach aus. Die Exporte sind im August um 5,8 Prozent eingebrochen, der grösste Rückgang seit 2009.


Der gleiche trifft auf die Industrieproduktion zu, ein dramatischer Fall um 4 Prozent, der grösste Rückgang seit Januar 2009.


Die Schönredner und Gutschwätzer haben sofort gesagt, ja dieser Rückgang ist nur vorübergehend. Denkste. Es sieht für die nächste Zukunft nicht gut aus, denn die Auftragseingänge sind ebenfalls dramatisch im August gefallen. Auch hier ein Rückgang um 5,7 Prozent und schlechtester Wert seit Anfang 2009.


Sieht aus wie wenn Deutschland in eine Rezession hineinfällt. Warum und was ist passiert? Für Deutschland machen die Exporte fast 40 Prozent des BIP aus. Die grössten Abnehmer deutscher Produkte sind die benachbarten EU-Länder mit 57 Prozent des Exportvolumens. Frankreich mach dabei fast 10 Prozent aus. Aber was hören wir von dort? Frankreich ist der kranke Mann Europas geworden, der "Sozialist" Hollande hat das Land an den Abgrund und in den Bankrott geführt. Die Finanznöte in Paris sind katastrophal.

Laut neuesten Angaben des französischen Aussenministeriuems leben 2,5 Millionen Franzosen im Ausland und in den letzten Jahren haben immer mehr "au revoir" gesagt. Das ist aber nur die öffizielle Zahl, denn es handelt sich um die Personen die sich in den französischen Botschaften registriert haben. Tatsächlich haben mindestens 5 Millionen Franzosen ihre Heimat verlassen und sind Hauptsächlich in die Schweiz, Deutschland, England und Kanada ausgewandert. Warum? Weil Arbeitnehmer immer mehr verarmen und keinerlei Perspektive haben und der Staat Unternehmer mit Gesetzen und Steuern terrorisiert.

Ähnlich schlecht läuft es in allen anderen EU-Staaten, wo die Verarmung zu dramatischen Zuständen geführt hat. Schon vor Jahren habe ich gewarnt, die Abhängigkeit Deutschlands vom Export ist gefährlich. Wenn die Kunden im Ausland nichts mehr kaufen können, weil selber am Ertrinken, dann ist der Titel des Exportweltmeister auch weg. Die Volkswirtschaft der EU ist sehr krank, das sieht man am Kursverfall des Euros. Dazu noch der Irrsinn der Bundesregierung, wie ein folgsamer Schosshund die Sanktionen Washingtons gegenüber Russland zu verhängen, zum Schaden der deutschen Wirtschaft.

Jetzt wissen wir, Washington hat die EU und speziell Deutschland zu Sanktionen gegen Russland gezwungen. US-Vizepräsident Joe Biden sagte während einer Rede an der Kennedy School of Government an der Universität Harvard vor einigen Tagen, Obama habe darauf bestanden, dass die EU wirtschaftlichen Schaden in Kauf nehme, um die Russen zu strafen. Angela Merkel und ihre EU-Kollegen sind nur Marionetten, die auf Druck der USA ihren eigenen Völkern Schaden zugefügt haben.

Der Doppelhammer hat jetzt zugeschlagen, Exportrückgang mit dem EU-Raum und mit Russland. Der Internationale Währungsfonds warnt deshalb vor einer neuen Krise in der Eurozone. Noch im Frühjahr hoffte der IWF auf eine Erholung in den Krisenländern der Eurozone. Nun revidiert der Währungsfonds seine Erwartungen nach unten und warnt vor einer neuen Rezession. "Wir sagen zwar nicht, dass die Eurozone auf dem Weg in die Rezession ist", sagte IWF-Chefin Christine Lagarde, "aber wir sagen, dass es ein ernstes Risiko gibt, dass dies passiert, wenn nichts getan wird gegen das schwache Wachstum in der Eurozone."

Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier sind Landesverräter, denn beide haben nachweislich gegen die Interessen des eigenen Volkes gehandelt und haben sich dem Druck der Amerikaner gebeugt. Sie haben den Deutschen auferlegt, wirtschaftliche Nachteile einzustecken – nicht, weil es im Interesse der deutschen Aussenpolitik wäre, sondern, weil sie zu feige, zu schwach oder zu skrupellos waren, die Interessen ihres eigenen Volkes gegenüber jenen der USA zu vertreten. Das gleiche trifft auf den NSA-Spionageskandal zu.

Aber mit den Deutschen kann man ja machen was man will, die schlucken alles. Nur wie gesagt, jetzt gilt die Ausrede für diese Tatenlosigkeit nicht mehr, "es geht uns ja gut". Wie schlecht die Lage ist drückt sich im Kurs des Euros aus. Er fällt und fällt. Noch im Mai hatte der Euro ein Zwei-Einhalb-Jahres-Hoch von knapp unter 1,40 Dollar erreicht, ehe er am 3. Oktober bis auf 1,2501 Dollar abstürzte - das war der niedrigste Stand seit Sommer 2012.

Die Deutsche Bank hält einen Absturz des Euro unter einen Dollar bis 2017 für möglich. Währungsstratege George Saravelos macht dafür in einer Studie unter anderem extrem niedrige Wachstumsraten und einen hohen Kapitalabfluss aus der Euro-Zone verantwortlich. 2017 werde ein Euro nur noch 95 US-Cent kosten, erklärte Saravelos. Das wäre so wenig wie zuletzt im Sommer 2002. Änlich tönt es von der Barclays Bank die sagt, der Euro wird demnächst auf 1,10 Dollar fallen und Goldman Sachs sieht den Euro 2017 bei einem Dollar stehen.

Ein sprichwörtliches Armutszeugnis für Deutschland ist die Tatsache, wie hoch die Kinderarmut in Deutschland ist. 1,64 Millionen Jungen und Mädchen sind in Deutschland auf Hartz IV angewiesen. Das geht aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Im Mai 2014 lag der Anteil der von Armut betroffenen Kinder in der Altersgruppe unter 15 Jahren demnach bei 15,7 Prozent. 2012 waren es noch genau 15 Prozent gewesen, zuvor soll der Trend sogar rückläufig gewesen sein.

Weil die Lage generell in der EU so schlimm ist, haben sich die EU-Chefs zu einem EU-Beschäftigungsgipfel am Mittwoch getroffen. Die EU-Spitzen waren nach Mailand gekommen, weil die hohe Arbeitslosigkeit in vielen Ländern Europas trotz zweier früherer Beschäftigungsgipfel ein riesiges Problem bleibt. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz nannte die Jugendarbeitslosigkeit eines "der dramatischsten und bedrückendsten Phänomene unserer Zeit". Und Hollande warnte: "Wenn wir es nicht schaffen, wird man sich von Europa abwenden."

Die Arschlöcher lamentieren über ein Problem, dass sie selber geschaffen haben. Schuld sind die Euro-Turbos mit ihrem wahnsinnigen Drang nach "mehr Europa", nach mehr Zentralismus und mehr Gleichmacherei, bei gleichzeitiger gigantischen Schuldenwirtschaft. Die Gemeinschaftswährung ist ein rein politisches Konstrukt und keines das auf reale Gegebenheiten und Werte aufbaut. Es würde mich nicht wundern, wenn Frankreich demnächst aus der Eurozone aussteigt. Dann steht Deutschland alleine da und kann die ganze EU-Karre ziehen, auch wenn es dabei verreckt.

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Bei der Gelegenheit möchte ich auf das Android App der Nachrichten- agentur von Radio Utopie hinweisen. Damit hat man aktuelle und relevante Nachrichten direkt von der Quelle, in deutsch und englisch, in Kategorien gelistet, rund um die Uhr und rund um den Planeten auf seinem Smartphone. Hier der Link ...

MH17 Passagier hatte Sauerstoffmaske an

von Freeman am Donnerstag, 9. Oktober 2014 , unter | Kommentare (13)



Einer der Passagiere vom abgestürzten Flug MH17 der Malaysia Airlines hatte eine Sauerstoffmaske an, als seine Leiche geborgen wurde, sagte der niederländische Aussenminister Frans Timmermans am Donnerstag. Damit wird die bisherige Theorie über den Hergang in Frage gestellt, die 298 Insassen der Boeing 777 sind sofort gestorben. Es sieht eher danach aus, sie waren nach dem Ereignis das zum Absturz führte noch bei Bewusstsein, es fand eine Dekompression der Kabine statt, die Sauerstoffmasken fielen automatisch heraus und einige Passagiere haben sie angelegt.

Beispielfoto wie ein Passagier die Sauerstoffmaske anlegt

"Die Menschen hatten keine Zeit zu merken wie die Rakete kam, aber wissen sie, dass einer der Opfer mit einer Sauerstoffmaske über dem Mund gefunden wurde?" sagte der Minister in einem Interview im niederländischen TV. "Das bedeutet, jemand hatte Zeit es zu tun (die Maske anlegen). Wenigstens können wir diese Möglichkeit nicht Ausschliessen," sagte Timmermans. Wieso meint er, es war eine Rakete? Dafür gibt es keinen Beweis, sondern ist eine Vermutung. Laut Zwischenbericht handelt es sich um "high-energy objects" oder hochenergetische Objekte.

Man muss sich das so vorstellen. Da der Luftdruck auf 10'000 Meter nur noch ein Viertel von dem ausmacht wie auf Meereshöhe, muss der Innendruck der Kabine einer Passagiermaschine konstant gehalten werden. Wenn der Kabinendruck im Vergleich zur Aussenluft nicht erhöht wird, würden die Passagiere und Crew wegen Sauerstoffmangel nach einer halben bis einer Minute ohnmächtig werden und dann sterben. Das heisst, der Rumpf eines Flugzeugs wird aufgeblasen wie ein Ballon, damit eine normale Atmosphäre im Inneren herrscht.

Wenn die Hülle der Kabine beschädigt wird, dann strömt die Luft wegen dem Überdruck raus, ein Druckabfall findet statt und die Sauerstoff- masken fallen automatisch von oben herunter. Wie wir alle schon erlebt haben, wird das Anlegen der Sauerstoffmasken zu Beginn eines Fluges bei der Demonstration der Sicherheitsmassnahmen vom Kabinen- personal gezeigt. Das heisst im Falle von MH17, wenn man eine Leiche mit Sauerstoffmaske gefunden hat, dann ist dieser Notfallablauf eingetreten. Die Kabine erlebte einen rapiden Druckabfall, die Masken fielen herunter und manche Passagiere haben sie angelegt.

Die Aussage im Zwischenbericht der niederländischen Untersuchungs- kommission die am 9. September veröffentlicht wurde stimmt damit insofern nicht, die Passagiere waren sofort tot und haben gar nichts vom Absturz mitbekommen. Nach der Aussage von Timmermans muss genung Zeit gewesen, damit die Sauerstoffmasken herausfielen und einige Passagiere diese angelegt haben. Also mindestens 30 Sekunden bis 1 Minute. Das gleiche trifft auch auf die Piloten und der Crew zu.

Für mich heisst das, die Maschine ist nicht sofort auf 10'000 Meter auseinandergebrochen, sondern es verging einige Zeit, die Passagiere haben den Einschlag der die Kabine beschädigte und den Druckabfall mitbekommen, haben die Masken angelegt und die Maschine ist erst auf dem Weg nach unten später zerbrochen. Damit wissen wir immer noch nicht was die Ursache war, aber der Ablauf des Absturzes hat sich geändert.

Warum auf der Tonaufzeichnung der Blackboxen angeblich von den Piloten nichts zu hören sein soll ist damit ein Rätsel. Die bisherige Aussage der Kommission lautet nämlich, die Piloten hätten nichts über den Vorfall im Cockpit ausgesagt, obwohl alle Geräusche und auch die Stimmen aufgezeichnet werden. Nach diesem geänderten Ablauf müsste doch genug Zeit gewesen sein, damit die Piloten sich äussern über was los ist und welche Notfallmassnahmen sie einleiten.

Ach ja, es geistert die Behauptung im Internet herum, Zeugen am Boden hätten beobachtet, die Leichen wären hart und gefroren gewesen und deshalb kommt es zur Verschwörungstheorie, die Passagiere sind nicht die von MH17 sondern die eingefroren Leichen von MH370. Dabei gibt es eine einfache und logische Erklärung. Die Leichen waren in einem gefrorenen Zustand, da auf 10'000 Meter Temperaturen von -50 Grad herrschen und wenn die Kabine aufriss und die superkühle Luft eindrang wurden die Passagiere schockgefroren.

Grossexplosion in iranischer Militäranlage, Sabotage?

von Freeman am Mittwoch, 8. Oktober 2014 , unter , | Kommentare (7)



Vor zwei Wochen berichtete die Jerusalem Post, der Iran benutzt den Militärkomplex in Parchin als Ort für geheime Tests von Technologie, die für die Zündung von Atomwaffen verwendet wird. Das soll der israelische Minister für die Geheimdienste Yuval Steinitz behauptet haben, einen Tag bevor der iranische Präsident Hassan Rouhani seine Rede vor der UN-Generalversammlung in New York hielt. Steinmitz sagte, diese Information stamme von "sehr verlässlichen Quellen", ohne weitere Details zu nennen. Drei Tage später hielt Netanjahu seine Rede vor der UNO, in der er den Iran als grössere Bedrohung als die Terrormiliz Islamischer Staat bezeichnete. Die sieht er auf einer Stufe mit der Hamas im Gazastreifen. Vom iranischen Atomprogramm gehe eine grössere Gefahr aus als von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), warnte Netanjahu.

Netanjahu hat wieder ein Plakat gezeigt, was ihm nach
seiner letzten Rede vor der UN schon Spott eingebracht hat

Jetzt ist folgendes passiert: Am Sonntag ereignete sich eine Grossexplosion in oder in der Nähe des Militärkomplex von Parchin, wodurch im Umkreis von 12 Kilometer die Fensterscheiben zu Bruch gegangen sein sollen. Die Druckwelle und der Knall waren sogar im 30 Kilometer entfernten Teheran zu spüren und zu hören. Der Himmel soll hell erleuchtet gewesen sein.

Am Montag berichtete die iranische Nachrichtenagentur IRNA, eine Organisation der Rüstungsindustrie hätte gemeldet, Feuer sei in einer Sprengstofffabrik am Sonntagabend östlich von Teheran ausgebrochen. Zwei Arbeiter sollen dabei ums Leben gekommen sein. Mehr war nicht darüber von iranischer Seite zu hören.

Experten meinen, die Explosion fand tatsächlich in Parchin statt und es handelt sich um eine Sabotageaktion durch Israel. Wäre ja nicht das erste Mal, dass Einrichtungen des iranischen Militärs oder des Atomprogramms in die Luft fliegen, oder Atomwissenschafter und hochrangige Militärs Opfer von gezielten Mordanschlägen wurden. Hinter diesen Sabotageaktionen vermutet man Israel als Täter. Israel hat oft genug damit gedroht, mit militärischen Mitteln das iranische Atomprogramm verhindern zu wollen.


Ist es nur Zufall, dass ausgerechnet die Anlage in Parchin am Sonntag in die Luft fliegt, nachdem Yuval Steinmitz vor zwei Wochen Parchin als Ort für geheime Tests genannt hat und Netanjahu anschliessend das Atomprogramm des Iran als aller grösste Gefahr bezeichnete? Das sieht tatsächlich eher nach einer gezielten Zerstörung des Militärkomplex von Parchin durch Israel aus. Von offizieller Seite ist aus dem Iran nichts weiter darüber zu hören und das Ereignis wird runtergespielt.

Da das Thema ISIS die Agenda während der UNO-Vollversammlung dominierte, ist die Panikmache Netanjahus, der Iran stelle die grösste Gefahr dar, in den Medien eher untergegangen. Er stellte während seiner Rede die Fragen: "Meine Damen und Herren, würdet ihr der ISIS erlauben Uran anzureichern? Würdet ihr die ISIS einen Schwerwasser- reaktor bauen lassen? Würdet ihr die ISIS die Entwicklung von Interkontinentalraketen erlauben? Selbstverständlich nicht. Dann müsst ihr den Islamischen Staat Iran diese Sachen auch nicht erlauben."

Es ist schon eine unglaubliche Frechheit und Lüge, den schiitischen Iran als Staat mit der sunnitischen Terrororganisation ISIS, die von der CIA in die Welt gesetzt wurde, zu vergleichen. Nicht nur steht die religiöse Ausrichtung sondern auch die politischen Ideologie diametral auseinander, obwohl beide ihre Version des Islam nachgehen. Das wäre genau so, wie wenn man die absurde Behauptung aufstellen würde, die Ulster Defence Association (UDA), eine protestantische paramilitärische kriminelle Untergrundbewegung in Nordirland, hat mit dem katholischen Vatikanstaat etwas zu tun, nur weil beide "christlich" orientiert sind.

Netanjahu benutzt die Medienhysterie über die ISIS als Angstmacherei gegenüber den Iran, geht sogar her und bezeichnet Teheran als noch gefährlicher. In welchen Ländern führt denn der Iran einen Terrorkrieg gegen Zivilisten, so wie die ISIS es im Irak und Syrien macht? In keinem. Wenn einer ständig seine Nachbarn mit Terror und Krieg überzieht, dann nur Israel. Das zionistische Regime ist so in seinem irrationalen Iranhass verstrickt, es glaubt den eigenen Lügen über eine Bedrohung. Deshalb ist es durchaus möglich, dass eingeschleuste israelische Saboteure oder Cyper-Kriegsführung hinter der Explosion vom Sonntag stecken und der Iran will es nicht zugeben.

Es gibt eine andere Sache die Israel sabotieren will. Die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran, wenn die fünf Vetomächte im Sicherheitsrat und Deutschland, die Vereinigten Staaten und der Iran sich über die Bedingungen der Fortführung des Atomprogramms demnächst einigen. Was für eine Zufall, genau einen Tag bevor Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Teheran eintrafen, ereignete sich die Explosion. Dabei sollte ab Montag die letzte Einigung über Kontrollen der iranischen Atomanlagen erzielt werden. Das musste man aus Sicht Israel verhindern.

Noch so ein Zufall, Kerry kommt nach Wien. Am kommenden Dienstag werden der iranische Aussenminister, Javad Zarif, und Catherine Ashton, die EU-Aussenrepräsentantin, wieder in Wien zusammensitzen, bei einem Abendessen zunächst. Noch am selben Abend soll John Kerry dazustossen, um bis Mittwoch im Palais Coburg Atomverhandlungen zu führen. Wenn der US-Aussenminister kommt, dann wird es wohl einen Fortschritt zu verkünden geben, oder sogar eine Einigung? Nach mehr als zehn Jahren muss ein Schlussstrich unter den Streit ums iranische Atomprogramm endlich gesetzt werden.

Für Israel darf diese Einigung, die Aufhebung der Sanktionen, in Verbindung mit der "Erlaubnis" das zivile Atomprogramm unter gewissen Bedingungen fortsetzen, nicht stattfinden. Schon seit mehr als einem Jahr hat Netanjahu immer wieder versucht, die Verhandlungen in Wien zu torpedieren, in dem er die wildesten Beschuldigungen über ein "geheimes Programm" des Iran geäussert hat. Die Frage, was die Explosion verursachte, bleibt offen. War es ein "Arbeitsunfall", wie Teheran jetzt sagt, oder ein Akt der Sabotage durch "jemand", der es bereits mehrmals gemacht hat?